Lichtblick-Geschichte aus Kambodscha

Wenn Geborgenheit ein Fremdwort ist.

Normalerweise wachsen Kinder in einer Familie auf oder zumindest in einem geschützten Raum auf, der Kindern die Möglichkeit gibt, sicher und behütet groß zu werden. Ein Gute-Nacht-Kuss. Tröstende Worte, wenn man traurig ist. Das Gefühl von Geborgenheit.

Das kannte Sovann* aus Kambodscha nie. Er kann sich zumindest nicht mehr daran erinnern, wenn man ihn fragt. Sovann hat seine Kindheit größtenteils auf der Straße gelebt. Und dabei ist er erst 7 Jahre alt. Über seine Familie weiß er nichts. Oder er möchte nicht darüber sprechen. Als unser Projektpartner vor Ort Sovann kennenlernte, war er sehr zurückhaltend und sein Gesicht versteinert. Kein Lachen. Kein Lächeln. Kaum Regungen. Die Mitarbeiter unseres Projektes sagen, dass er förmlich nach Liebe und Sicherheit geschrien hat. Wenn auch still. Er kam täglich in das Straßenkinderprojekt. Bis er eines Tages blieb. Er bekam Struktur in unserem Projekt: geregelte Mahlzeiten, Spielangebote und erwachsene Bezugspersonen. Von Woche zu Woche blühte der kleine Junge auf - bis er eines Tages gemeinsam mit den anderen Kindern wieder laut lachen konnte. Und wenn Sovann lacht, lacht er über das ganze Gesicht. Und gibt es etwas Schöneres als ein echtes Kinderlachen?
Wir werden wohl nie erfahren, was Sovann auf der Straße oder in seiner Familie erleben musste. Aber mithilfe unseres Projektes ist er den Gefahren der Straße nun nicht mehr ausgesetzt. Straßenkinder sind stark bedroht von (sexuellem) Missbrauch, da sie oft in großem Abhängigkeitsverhältnis von Erwachsenen leben müssen. Childhood arbeitet deshalb in vielen Ländern mit Straßenkinderprojekten zusammen, um diesen Kinder Schutz und Sicherheit zu geben und sie vor Übergriffen zu schützen.


*Namen zum Schutz des Kindes geändert.

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