Childhood Intern / Antonia Ashton

Eine Stiftung kann nur erfolgreich sein, wenn sie von Menschen mit Herz und Verstand unterstützt wird. Der Technologiekonzern SAP glaubte von Anfang an an die Ziele der World Childhood Foundation und gehört zu den 14 Mitbegründern der Stiftung. Antonia Ashton ist Vice President Global Communications von SAP und Mitglied im Vorstand von Childhood Deutschland. Im Interview spricht sie über das soziale Engagement eines global operierenden Unternehmens.

 

Frau Ashton, warum ist es wichtig, dass sich ein Konzerne sozial engagiert?

Antonia Stafford Ashton

 

Als weltweit führendes Technologieunternehmen erkennt SAP seine Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft an und stellt sich der daraus resultierenden Herausforderung. Wir glauben daran, dass der Privatsektor eine zentrale Rolle für die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen, die Entwicklung zukunftsweisender Innovationen und die Schaffung eines forschungs- und unternehmerfreundlichen Wirtschaftsklimas spielt. Deswegen müssen wir gemeinschaftlich an Lösungsansätzen zum Beispiel zur besseren Förderung talentierter Jugendlicher arbeiten.

 

Ist das soziale Bewusstsein heutzutage generell größer als früher?

 

SAP arbeitet intensiv daran, unternehmensintern mit gutem Beispiel voran zu gehen. Ein wichtiges Ziel von SAP ist die Förderung von Kindern und Jugendlichen. Deshalb tätigen wir vor allem Investitionen, die durch Bildung und Technologie eine flächendeckende und vor allem gleichwertige Beteiligung aller an der globalen Wirtschaft ermöglichen.

  

Warum hat sich SAP als Mitgründer für die World Childhood Foundation entschieden?

 

SAP hat 1999, zusammen mit Königin Silvia von Schweden und dreizehn anderen Partnern, die World Childhood Foundation gegründet, um die Lebensbedingungen von Kindern weltweit zu verbessern und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für Kinderrechte zu stärken. Dieses Thema genießt seit je her eine hohe Priorität und wird auch künftig ein wichtiger Punkt auf unserer Agenda bleiben.

 

Was ist ihnen bei der Förderung wichtig?

 

Wir glauben, dass die Verbindung von Vision und Expertise ein strategisches "Corporate Social Responsibility Programm” hauptsächlich charakterisiert.  Wir wissen uns auf dem richtigen Weg, wenn unsere sozialen Investitionen von den drei Elementen charakterisiert werden, mit denen wir zur Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen beitragen können: 1. Kernkompetenzen unserer Mitarbeiter in ehrenamtlicher Arbeit nutzen. 2. Unser Technologie Know-how einbinden. 3. Gezieltes Einsetzen von Zuwendungen an Partner.  Es ist erst die Kombination dieser Elemente, die einen nachhaltigen Unterschied machen.


SAP ist im Kuratorium und im Vorstand von Childhood. Ist das eine klare Aussage, dass das Unternehmen bei der Entwicklung der Stiftung mitgestalten will?

 

Ja absolut. Es ist eine riesengroße Möglichkeit.

 

Was erwarten Sie von einem Charity Partner?

 

Die Vision von SAP zielt darauf ab, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen zu leisten. Unsere Einstellung gegenüber wohltätigen Investitionen wird durch folgende vier Leitprinzipien bestimmt:

 

  • Schaffen von Mehrwert: Tätigung sozialer Investitionen, die einen nachhaltigen Nutzen für die Gesellschaft haben.
  • Kernkompetenzen einbringen: Nutzung der eigenen Technologie und Mitarbeitertalente, um Lösungen für soziale Herausforderungen zu finden.
  • Nachhaltige Wirkung für SAP erzielen: Ausrichtung des Engagements im Hinblick auf die eigene Markt- und Mitarbeiter- Strategie.
  • Mannigfache Akteure einbinden: Förderung von Innovationen durch einen facettenreichen Dialog mit internen und externen Akteuren.

 

 

Wie wichtig ist es, die Mitarbeiter in das Thema "soziale Verantwortung" einzubeziehen?

 

Ehrenamtliche Arbeit ist ein Hauptpfeiler unserer SAP Engagement Strategie. So haben wir vor einiger Zeit den Monat Oktober zum „Monat der ehrenamtlichen Tätigkeit" ausgerufen. Allein letztes Jahr haben da über 10.000 unserer Mitarbeiter an ehrenamtlichen Projekten in 40 Ländern teilgenommen und spendeten über 55.000 Stunden ihrer Zeit. Ausserdem werden wir in Zukunft die Talente und Kompetenzen unserer Mitarbeiter noch gezielter für ehrenamtliche Tätigkeiten einsetzen, denn wir glauben, dass gerade dieses Engagement - sei es durch Mentoring oder Vermittlung von fachlichem Know-how an Jugendliche - einen wichtigen Beitrag zum Erreichen unserer Vision „Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen" leistet. Ein Beispiel hierfür ist das „Social Sabbatical", das wir dieses Jahr erfolgreich eingeführt haben. Es ermöglicht bestimmten Mitarbeitern, für einen längeren Zeitraum ihre Fähigkeiten in einem wohltätigen Projekt einzubringen.

 

 

Interview: Christina Mänz

Foto: Privat

 

www.sap.com

 

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