Childhood Intern / Rolf Seelmann-Eggebert

 

RolfSEEine Stiftung kann nur erfolgreich sein, wenn sie von Menschen mit Herz und Verstand unterstützt wird. Einer von ihnen ist Rolf Seelmann-Eggebert, Deutschlands renommiertester Königshaus-Kenner. Der TV-Journalist ist seit 2009 im Kuratorium von Childhood. Hier spricht er über seine Begegnungen mit Königin Silvia und die Notwendigkeit, sich zu engagieren.

Irgendwann musste Rolf Seelmann-Eggebert fast zwangsläufig zu Childhood stoßen. „Es ist ja kein Geheimnis, dass ich mich immer für das schwedische Königshaus interessiert habe", sagt der Adelsexperte, der die Stiftung von Anfang an begleitet hat. Zuerst journalistisch, zum Beispiel auf Königin Silvias erster großen Childhood-Reisen nach Brasilien. „Weil sie die Sprache spricht, konnte sie auf die Not leidenden Menschen zugehen, sich deren Sorgen anhören und sie in den Arm nehmen", erinnert sich Seelmann-Eggebert. „Es war bewegend zu sehen, wie selbstverständlich die Königin mit ihnen umgegangen ist."

 

Er resümiert: „Mit Childhood ist nicht einfach ein weiteres Kinderhilfswerk entstanden, sondern etwas, was die sehr persönliche Note der Königin trägt. Sie hat diese Herzenswärme, die sie auch auf diesem Gebiet zu einer ganz besonderen Persönlichkeit macht." Engagement und Anteilnahme zeichnen übrigens auch Rolf Seelmann-Eggebert aus. Nicht nur deshalb war der nächste Schritt nur konsequent: „Als ich gefragt wurde, ob ich im Kuratorium mitmachen möchte, habe ich gerne ja gesagt und mich über diese Berufung gefreut."

Als leidenschaftlicher Journalist und langjähriger Auslands-Korrespondent – unter anderem in Afrika – bringt Rolf Seelmann-Eggebert vor allem Erfahrung und Wissen für die Kuratoriums-Arbeit von Childhood Deutschland mit. Dabei ist es ihm eine Herzensangelegenheit, den Aspekt Dritte Welt nicht aus den Augen zu verlieren. „Es gibt in Deutschland hinreichend Bedarf und Not, wo Unterstützung von Childhood angebracht ist. Aber ich kann immer nur wieder darauf hinweisen, dass die Not hier eine relative Not im Verhältnis zu der ist, die man zum Beispiel in Afrika erlebt." Weltweit fördert Childhood derzeit rund 90 Projekte in 60 Ländern. Dabei schätzt es Seelmann-Eggebert, dass die Stiftung keine eigenen Projekte durchführt sondern mit Nichtregierungsorganisationen kooperiert. „Wir fragen uns: wo wird gute Arbeit geleistet, wo ist sie gefährdet, was können wir tun, dass diese gute Arbeit fortgesetzt wird? Es gibt sehr wenige Organisationen, glaube ich, die in dieser Beziehung so selbstlos in Erscheinung treten."

Zu seinem 75. Geburtstag (5. Februar) äußert Rolf Seelmann-Eggebert einen Wunsch für Childhood: „Es erscheint mir wichtig, dass dieses weltweit wirtschaftlich schwierige Jahr 2012 die gute Arbeit der Stiftung nicht einschränken wird." Und dafür setzt sich Rolf Seelmann-Eggebert auch persönlich als Childhood-Botschafter aktiv ein.

Text: Christina Mänz

Foto: seelmannfilm

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