Fachtag zum Childhood-Jubiläum: Hilfe für Jungs – Experten-Treff in Berlin

„Hör den stummen Schrei" hieß der Song der Band „Without Skills", mit dem die jungen Musiker aus dem Münsterland  den Fachtag zum Thema sexuelle Gewalt an Jungen in der Schwedischen Botschaft eröffneten. Unter der Schirmherrschaft und in Anwesenheit von Königin Silvia hatten sich Experten und Gäste aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums von Childhood und des 15-jährigen Bestehens  des Projektpartners sub/way berlin e.v. am 11. November im Auditorium des Felleshus in Berlin eingefunden.  

 

Das Lied „ Hör den stummen Schrei" beschreibt den Missbrauch an einem Jungen aus Sri Lanka. „ Wir sind alle sehr berührt von ihrem Song" sagte die Schwedische Botschafterin Ruth Jacoby in ihrer Begrüßung. Ihre Majestät Königin Silvia, Gründerin der World Childhood  Foundation, erklärte in ihrem Grußwort, dass die Stiftung sich auch weiterhin für missbrauchte Kinder einsetzen wird und sie betonte die spezielle Gefährdung für Jungs: „Wenn es um sexuellen Missbraucht geht, sind es oft die Jungen, die von der Gesellschaft vergessen werden. Sexueller Missbrauch ist immer noch ein Tabu, sexueller Missbrauch an Jungen ein doppeltes Tabu."  

 

Der Organisator dieser Veranstaltung, sub/way berlin e.v. , stellte während des Fachtages mit Hilfe von Fallbeispielen, Filmen und Vorträgen ihre Arbeit für Jungs und junge Männer vor. Ihre Beschreibung der praktischen Arbeit wurde von zwei Vorträgen von Dr. Peter Mosser und Dr. Matthias Rudolph ergänzt. Die beiden Vorträge können unter www.hilfe-fuer-jungs.deabgerufen werden.  

 

Ein Theaterstück aus Schweden beendete den Fachtag: Der Schauspieler und Autor Samuel Hognert spielte „Die Jungen, die nicht schlafen konnten", ein Stück, bei dem es um Einsamkeit, Gewalt, psychischen Terror und tiefe Angst, aber auch um die Suche nach Identität, Respekt und Lebensfreude geht. Im Publikum saßen unter anderem viele Kinder und Betreuer aus Childhood-Projekten in Berlin. Alle Anwesenden waren sich einig, dass dieser Austausch unter Experten zum Thema „Hilfe für Jungs" fortgesetzt werden sollte.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So machen Sie einen Unterschied