„Kind im Zentrum“ – Beratungsstelle in Wittenberg eröffnet

Prävention, Aufklärung, Hilfe:  Seit Ende Februar 2012 können sich junge Opfer sexueller Gewalt in Wittenberg an die Mitarbeiter der Einrichtung „Kind im Zentrum" wenden. Childhood leistete für die neue Beratungsstelle vom Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) in Sachsen-Anhalt die Anschubfinanzierung.

 

EroeffnungWittenberg„Wir kümmern uns um die betroffenen Kinder - aber auch Familienangehörige finden bei uns professionelle Hilfe. Wir sind ein erster Anlaufpunkt, können aber auch therapeutisch intervenieren", sagt Claus Spies, Leiter der Beratungsstelle. Einrichtungen, die auch das soziale Umfeld der Betroffenen mit einbeziehen, gab es in der Region Wittenberg laut Spies bisher nicht.  „Wenn Lehrer Verdacht schöpfen, einer ihrer Schüler werde sexuell belästigt, beraten wir auch sie. Das gilt auch für Sportvereine und Mitarbeiter anderer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe."

 

Claus Spies, selbst Diplom-Psychologe, setzt mit seinem Team auch auf Präventivarbeit. „Es geht darum, Schulen aufzusuchen und gemeinsam an Programmen zu arbeiten, damit es erst gar nicht zu sexuellen Übergriffen an Kindern kommt." Außerdem baut Spies ein Netzwerk mit anderen Therapeuten und Krankenhäusern in der Region auf, damit den Betroffenen, die sich per Telefon oder E-Mail an die Beratungsstelle wenden können,  bestmöglich – auch anonym -  geholfen werden kann.

 

Es hat sich übrigens schon herumgesprochen, dass es „Kind im Zentrum" in Wittenberg gibt. „Wir haben uns an Schulen und Kliniken vorgestellt", sagt Spies. „Und auch auf Polizeidienststellen."

 

 

„Kind im Zentrum"

Tel: 03491/459 3882

E-Mail: kiz-wittenberg@ejf.de

 

Mehr Informationen unter www.ejf.de

 

 

Text: Christina Mänz

Foto: EJF (Claus Spies (links) bei der Eröffnung der Beratungsstelle in Wittenberg)

 

So machen Sie einen Unterschied