Königin Silvia mit Charity-Preis ausgezeichnet

Bereits zum achten Mal fand in Bochum der Steiger Award statt. Während einer feierlichen Gala wurden 14 Persönlichkeiten aus Politik und Kultur für ihr Engagement ausgezeichnet; unter anderem erhielt Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler den Preis in der Kategorie Toleranz. Königin Silvia von Schweden wurde für ihr großes soziales Engagement geehrt.

 

Die Monarchin erhielt den Preis für ihren Einsatz für die Rechte der Kinder von Liz Mohn, Aufsichtsratsmitglied des Medienkonzerns Bertelsmann und Vorsitzende der Bertelsmann-Stiftung.

 „Vor Ihnen steht eine glückliche Großmutter", so begann Königin Silvia ihre Rede unter großem Applaus. Allerdings mahnte sie auch, dass weltweit rund 250 Millionen Mädchen und Jungen als Kinderarbeiter ausgebeutet  werden; viele allein in der Bergbauindustrie. „Geschätzt 2,5 Millionen Kinder werden heute immer noch weltweit in Bergwerken beschäftigt, ausgebeutet und ihrer Kindheit beraubt."

 

In einem Interview mit der WAZ-Gruppe sagte die Königin, die 1999 die World Childhood Foundation ins Leben rief, sie sei sehr stolz darauf, mit der Stiftung bisher 600 Organisationen und Projekte unterstützt zu haben. „Wenn man helfen kann, wenn man Zukunft geben kann, dann gibt das Kraft. Was traurig macht, ist, dass die Zahl der Kinder in Not so groß ist. Und wir beobachten mit Sorge, dass der Kinderhandel stark zugenommen hat." Der große Wunsch der Monarchin ist, „dass man nicht die Augen schließt, wenn ein Kind in Not ist. Dass man zur Polizei geht, dass man versucht zu helfen. Damit die Kinder merken, dass man sie ernst nimmt." (CM)

Foto: Henning Kaiser

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