Neues Projekt: Childhood fördert Online-Jugendnetzwerk

Gewalt im Namen der Ehre,  Zwangsheirat, Ehrenmorde: Längst sind das in der Öffentlichkeit keine Tabu-Themen mehr. „Deshalb hat die Zahl der Beratungsfälle in den vergangenen Jahren bei uns auch extrem zugenommen", sagt Rahel Volz, Referentin von TERRE DES FEMMES. „Bundesweit haben sich zwischen 2008 und 2010 rund 500 junge Frauen an uns gewendet und Hilfe und Beratung gesucht."

 

Die Menschenrechtsorganisation für Mädchen und Frauen betreibt seit 2009 die Webseite www.zwangsheirat.de. Jetzt soll das Aufklärungs- Informations- und Beratungsangebot im Internet ausgeweitet werden: „Wir wollen uns dort gezielt an betroffene Mädchen und junge Frauen richten." Derzeit wird mit der Unterstützung von Childhood an einem Jugendnetzwerk gegen Gewalt im Namen der Ehre gearbeitet. „Es sollen Bereiche für Betroffene geschaffen werden, wo sich die Jugendlichen austauschen und informieren können." Hauptthema ist die Zwangsheirat. „Aber natürlich gibt es große Komplexe wie das Thema Jungfräulichkeit, die damit im Zusammenhang stehen", so die Referentin.

Ganz wichtig ist es Rahel Volz, dass in das Jugendprojekt auch Jungen aus den Ehrenkulturen eingebunden werden: „Ohne sie ist es schwierig, die Mädchen zu unterstützen."
TERRE DES FEMMES arbeitet auf diesem Gebiet übrigens mit den HEROES zusammen, einem Projekt, das ebenfalls von Childhood gefördert wird. „Das ist eine wichtige Vernetzung", bestätigt Volz.

 

Text: Christina Mänz

Mehr Informationen unter www.zwangsheirat.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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