Kampagne gegen Mädchenbeschneidung

Der 6. Februar ist der internationale Tag gegen Mädchenbeschneidung. Die Menschenrechtsaktivistin Waris Dirie startet an diesem Tag die Kampagne "STOP FGM NOW!"  Unterstützt wird sie dabei von führenden Organisationen, die sich im Kampf gegen FGM (Female Genital Mutilation) engagieren. Mit dabei ist auch stop mutilation, ein Düsseldorfer Verein, der seit 2007 von Childhood gefördert wird.

 

Alle 11 Sekunden wird ein Mädchen oder eine junge Frau an den Genitalien verstümmelt – fast 3 Millionen Mädchen pro Jahr, in Afrika, Asien, aber auch in Europa, den USA und Australien. Für Deutschland wird geschätzt, dass mindestens 20.000 von FGM (Female Genital Mutilation, internationale Bezeichnung) betroffene Frauen sowie über 4.000 davon bedrohte Mädchen hier leben.

 

Seit über 12 Jahren kämpft Waris Dirie gegen Female Genital Mutilation. Mit öffentlichen Auftritten, ihren Büchern und der Verfilmung ihres Bestsellers „Wüstenblume" schärft die Menschenrechtsaktivistin weltweit das Bewusstsein für diese unmenschliche Praktik.

 

Um der Forderung „STOP FGM NOW!" weiteren Nachdruck zu verleihen, brachte Waris Dirie viele Organisationen an einen Tisch und startete 2010 die gemeinsame internationale Kampagne „STOP FGM NOW!". Sie vereint die Kräfte im Kampf gegen dieses grausame Ritual, um Betroffenen zu helfen, Bedrohte zu bewahren und Verantwortliche zu überzeugen.

 

StopFGMPressekonferenz

In Düsseldorf hat stop mutilation e.V. mit Hilfe von Childhood eine Beratungsstelle für betroffene Frauen und Mädchen eingerichtet – die einzige in Nordrhein-Westfalen. Hier erhalten sie Informationen und Hilfe bei gesundheitlichen, sozialen und rechtlichen Problemen. Die Beratungsstelle arbeitet mit erfahrenen und sensiblen Gynäkologen zusammen und begleitet Frauen beim Arztbesuch. Wichtigstes Ziel ist es, die Beschneidung von Mädchen zu verhindern. Oft wenden sich Jugendliche an die Beratungsstelle, wenn sie mitbekommen, dass die Familie vorhat, die jüngere Schwester beschneiden zu lassen. Da die Beraterinnen und Berater afrikanischer Herkunft und mehrsprachig sind, haben sie es sehr viel leichter, einen Zugang zu den Familien zu bekommen.

 

Hier erfahren Sie mehr über den Verein stop mutilation: http://www.stop-mutilation.org/

 

Mehr Informationen zu der Kampagne finden Sie hier:

http://www.stop-fgm-now.com/sites/default/files/stopfgmnow_Pressemitteilung.pdf

 

Offizielle Kampagnenseite: http://www.stop-fgm-now.com

 

Initiator und Copyright: HEYMANN BRANDT DE GELMINI www.hbdg.de

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