Unterstützung von Flüchtlingskindern in Halle

Wenn Kinder und Jugendliche nach ihrer Flucht im Psychosozialen Zentrum in Halle oder Magdeburg Unterstützung suchen, fällt es ihnen oft nicht leicht, von ihren traumatischen Erlebnissen zu erzählen. Geduldig und behutsam stellen die Mitarbeiterinnen im Zentrum eine tragfähige Beziehung zu ihre Klienten her. Hilfreich ist es, dass einige Mitarbeiterinnen die Sprache der Kinder sprechen. Oft findet die Beratung auch in englischer Sprache, manchmal auch mit Hife von Dolmetschern statt. Was stellen wir uns unter einer solchen Beratung vor?

Hier ein Beipiel:

Ein fünfjähriger iranischer Junge wird über Eltern im Zentrum vorgestellt. Er ist ängstlich, möchte nicht den Kindergarten besuchen und hat eine große Angst vor dem Wald. Die Mitarbeiterin nimmt langsam Kontakt zu dem Jungen auf und erfährt, dass er als Dreijähriger auf der Flucht in der Türkei erleben musste, wie eine Flüchtlingsgruppe, der auch seine Eltern und er angehörten, im Wald überfallen und festgenommen wurde . Die Flüchtlingsgruppe wurde geteilt, Vater und Mutter wurden getrennt. Der Junge spürt deutlich die Angst und Hilflosigkeit seiner Mutter. Irgenwie gelang es der Familie dennoch, nach Deutschland zu kommen. Das PSZ arbeitet mit dem Jungen und seinem Vater im Rahmen einer Spieltherapie. Dadurch wird der Vater nach und nach zuversichtlicher und aktiver und gewinnt an Selbstvertrauen. Diese Sicherheit kann er auf seinen Sohn übertragen, der daurch seine Ängste verliert und heute einen Kindergarten besuchen kann.


So machen Sie einen Unterschied