Wir haben eine neue Geschäftsführerin!

Liebe Childhood Freunde!
Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Um ein Kind groß zu ziehen, braucht es ein ganzes Dorf."

Hinzufügen könnte man: Um Kindern eine sichere Kindheit zu ermöglichen, frei von Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch, braucht es uns alle: Mütter, Väter, Tanten und Onkel, Großeltern, aber auch Kindergärten, Schulen, Unternehmen und eben auch Stiftungen.
Das Spannende an einer Stiftung ist, dass diese nicht in erster Linie dort tätig wird, wo finanzielle Mittel fehlen, sondern dort, wo es an Initiativen fehlt. Was eine Stiftung vor allem ausmacht, ist die Fähigkeit, neue Wege zu gehen, auch wenn sie manchmal ein Wagnis bedeuten, Menschen für eine gute Sache in ein Boot zu holen, Projektpartner zu ermutigen, neue Lösungen auszuprobieren. Für diese Prozesse stellt eine Stiftung finanzielle Mittel bereit. Und aus dem eben Skizzierten kann man vielleicht schon erschließen, warum die Arbeit in einer Stiftung so spannend, herausfordernd und bereichernd ist!

Stiftungen – wie ein roter Faden in meinem Leben
Seit November 2015 bin ich Geschäftsführerin der World Childhood Foundation Deutschland. Stiftungen ziehen sich durch mein Leben wie ein roter Faden: Nach meinem Studium der Ökotrophologie in Deutschland und den USA arbeitete ich bei der Robert Bosch Stiftung in Programmen zur sozialen Bürgerinitiative und zur Gesundheitsförderung in der Schule. Hierbei vertrat ich quasi die Geldgeberseite. Die andere Seite, die Empfänger- und Projektseite kenne ich ebenso gut: Nämlich als Gründungsmitglied und Geschäftsführerin eines Vereins zur Unterstützung des Ehrenamts junger Menschen und einer Jugendwerkstatt, die benachteiligten Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf im Übergang von der Schule in das Berufsleben begleitet werde. Die strahlenden Gesichter der Küchenmannschaft, die von zufriedenen Gästen einer Veranstaltung mit kräftigem Applaus bedacht wurde, werde ich nie vergessen. Das kommt mir nun zugute, denn ich kenne sowohl die Seite der fördernden Stiftung als auch die Seite der geförderten Einrichtungen.

Meine Zeit bei Childhood
Im Jahr 2014 begann ich zunächst als Projektberaterin für die World Childhood Foundation, bevor ich Ende 2015 die Geschäftsführung übernahm. Was ich bei Childhood vorgefunden habe, hat mich beeindruckt: Eine Stiftung, die mit Unterstützung und Fürsprache einer persönlich engagierten und mutigen Gründerin das nicht einfache, oft unbequeme und totgeschwiegene Thema „Sexueller Missbrauch" in den Vordergrund stellt und sich konsequent für Kinderrechte einsetzt. Eine Stiftung, die aus dem reichen Erfahrungsschatz eines internationalen Verbundes schöpfen und diesen in lokal angepasste Projekte einbinden kann. „Think global, act local" in seiner besten Bedeutung. Eine Stiftung, die durch intensive Begleitung der Projekte und den konstanten Dialog über eine reine Geldgabe hinaus ihre Projektpartner ermutigt, sich für Kinder und Jugendliche einzusetzen.
Eben komme ich von einer sehr intensiven Sitzungswoche in Schweden zurück. Dort haben alle Kolleginnen und Kollegen der Stiftung aus Schweden, Brasilien, den USA und Deutschland eine noch konsequentere Ausrichtung der Förderschwerpunkte auf das Thema „Sexueller Missbrauch" und eine noch klarere Kommunikation dieses Themas durch die Stiftungen in der Öffentlichkeit beschlossen. Dies und eine klare Herausarbeitung des Nutzens, den wir für unsere Projekte haben, ein Sichtbarmachen des Unterschieds, den wir mithilfe Ihrer Spenden für das Leben von Kindern und Jugendlichen erreichen können, wird unsere Arbeit bei Childhood Deutschland maßgeblich prägen.

Ein großes Ziel – ein weiter Weg
Große Ziele und vielfältige Aufgaben liegen in den kommenden Jahren vor uns. Ich bin dankbar für das große Vertrauen, das in mich gesetzt wird. Durch persönlichen Einsatz möchte ich gemeinsam mit unserem engagierten Team sowie den vielen tatkräftigen Unterstützern unsere Ziele erreichen. Ich freue mich darauf, diese gemeinsam mit einem Team engagierter Menschen anzugehen. Unsere Stifterin, I.M. Königin Silvia von Schweden, antwortete einmal auf die Frage, was denn das Ziel der World Childhood Foundation wäre: „Wir haben unser Ziel erreicht, wenn eine Stiftung wie die World Childhood Foundation gar nicht mehr gebraucht wird".
Da sind wir noch lange nicht, aber wir gehen - auch mit Ihrer Hilfe - Schritt für Schritt in diese Richtung.

Ihre
Andrea Möhringer

So machen Sie einen Unterschied