Childhood Ausbildungs-Charta

Anlässlich der Fachtagung „Sichere Orte für Flüchtlingskinder – Hilfe und Zukunft“ am 9. September in Würzburg wurde erstmals die Childhood Ausbildungs-Charta der Presse und Öffentlichkeit vorgestellt. Als Kinderhilfs-Stiftung adressiert Childhood Unternehmen, die bereit sind, jugendlichen Flüchtlingen durch Praktika und Ausbildungsplätze eine Perspektive zu ermöglichen.

Welches Ziel verfolgt Childhood mit der Ausbildungs-Charta?
Wir appellieren an die humanitäre Verantwortung der Unternehmer. Mit ihrer Zusage für die Childhood Ausbildungs-Charta stellen sie sich den vielen Herausforderungen, die bei der Einstellung jugendlicher Flüchtlinge auf sie zukommen. Wir fühlen uns mit diesen Unternehmen als „Verbündete" und haben großen Respekt vor dieser Absichtserklärung.
Wir brauchen in Deutschland noch mehr Unternehmer, die als „Verbündete" gemeinsam mit uns dem Leid, das aus seelischer und körperlicher Verletzung von Kindern entsteht, ein Ende zu bereiten. Auf der Suche nach „Verbündeten" Unternehmen ist ein Abgleich der Werte wichtig, denn die Marke Childhood mit der Stifterin Königin Silvia von Schweden zeichnet sich durch höchste Integrität, Transparenz und Professionalität aus. Unsere Partner bestätigen, daß wir eine kleine und agile Organisation sind, mit der man viel bewegen kann.

Was verbinden die Unternehmen mit der Ausbildungs-Charta?
Wir haben uns bisher noch gar nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt. Childhood hat uns dazu gebracht, jetzt erstmals darüber nachzudenken und aktiv zu werden."
Dr. Gunther Schunk, Mitglied der Geschäftsleitung Vogel Business Media

Die Situation erinnert mich an die Aufbruch-Stimmung nach der Wende. Wir wussten auch noch nicht, wie alles wird. In kleinen Schritten haben die Unternehmen Verantwortung übernommen und jeder hat etwas zum Zusammenwachsen beigetragen. Und deshalb bin ich dabei – ich möchte mich für jugendliche Flüchtlingen bei uns im Unternehmen engagieren."
Dieter Heyde, Geschäftsführer SALT Solutions

„Ich möchte dazu beitragen, daß die nachwachsende Generation in Deutschland es als normal ansieht, für alle Nationalitäten offen zu sein. Die Welt wird bunter und sie wird sich dadurch positiv verändern."
Daniela Schüller, Mitglied der Geschäftsleitung Ebert+Jacobi

Wir haben bereits einen nicht anerkannten Asylanten als Auszubildenden. Wir reden nicht nur von Integration, sondern leben sie auch."
Martina Volkmar, Geschäftsführerin Maschinenbau Volkmar

Wie wird die Ausbildungs-Charta umgesetzt?
Childhood ist Impulsgeber und vernetzt gezielt dort, wo noch keine Verbindungen bestehen. Wir haben bereits die Zusage von der Region Mainfranken, die diese Idee in der „Allianz der Fachkräfte" mit bekannten Organisationen wie die IHK und Agentur für Arbeit umsetzen wird. Mit der IHK Oberbayern, dem Ideengeber des Modells „2+3", kooperieren wir in der weiteren Verbreitung der Charta.

Wie kann man die Charta zeichnen?

Kontakt:
andrea.moehringer@childhood.org oder melanie.spengler@childhood.org

Die Charta hat den Charakter einer „Petition", d.h. es ist eine Absichtserklärung und wird aktuell entsprechend pragmatisch unterzeichnet. In einem persönlichen Gespräch konkretisieren wir die Motivation zur Zeichnung und individuelles Interesse bezüglich geplanter Netzwerkaktivitäten. Das Dokument wird im Original per Post versendet und ist gegen eine Schutzgebühr erhältlich.

Informationen zur Charta auch unter „Unternehmerisch engagieren"






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