SOLWODI

Wer wir sind
Wir, „SOLidarity with WOmen in DIstress" (Frauen in Not), kümmern uns um Migrantinnen in Deutschland, die Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsheirat und anderen Formen von Gewalt und Ausbeutung geworden sind. Aufgrund der Tatsache, dass vermehrt Mütter mit Kindern von uns betreut werden, setzen wir den Fokus unseres Angebotes gezielt auf die Integration und Therapie von Kindern traumatisierter Mütter.

Im Jahr 1988 von der Ordensschwester Lea Ackermann gegründet, verfügt SOLWODI mittlerweile über 18 eigene Fachberatungsstellen und sieben Schutzwohnungen bundesweit. SOLWODI Deutschland e.V. ist die Dachorganisation der Landesvereine SOLWODI in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin, Hessen und Bayern.

Wem wir helfen
Wir betreuen in unseren Zentren entwurzelte, traumatisierte und verunsicherte Migrantinnen und ihre Kinder. Die Kinder dieser Frauen haben oft ähnliche traumatisierende Erfahrungen wie ihre Mütter machen müssen. Aufgrund der instabilen Familiensituation benötigen diese Kinder eine besondere Förderung.
Kinder von SOLWODI betreuten Frauen sind aufgrund ihrer traumatisierten Mütter besonders hilfsbedürftig, da ihre Mütter aufgrund ihrer posttraumatischen Belastungsstörung häufig weder für sich noch für Kinder sorgen können. Die Gefahr, dass die Defizite der Mütter, an Kinder weitergegeben werden, ist bei den durch SOLWODI betreuten Kindern sehr hoch.
Um diesen Kindern eine optimale Integration in Deutschland zu ermöglichen ist es wichtig, negative und traumatisierende Vorerfahrungen aufzuarbeiten und ihnen zu ermöglichen, positive Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen zu machen.

Was wir tun
SOLWODI bietet Kindern und ihren Müttern in speziellen Schutzwohnungen die Sicherheit, die sie in ihrer Ausnahmesituation benötigen. Neben einer strukturierten Betreuung der Familien bei alltäglichen Fragen, bieten wir den Müttern gezielt Unterstützung bei Erziehungsfragen an. Ein umfassendes Förderangebot ermöglicht es den Kindern, das Erlebte besser zu verarbeiten.
Wir fördern die Kinder sowohl in ihrer sprachlichen, als auch in ihrer generellen (früh-)kindlichen Entwicklung. Wir begleiten die Mütter bei wichtigen Terminen, die im Zusammenhang mit den Kindern stehen und halten engen Kontakt mit lokalen Behörden. Neben schulischer Unterstützung in Form von Nachhilfe oder Förderunterricht, haben die Kinder die Möglichkeit in ihrer Freizeit an künstlerischen oder sportlichen Aktivitäten teilzunehmen. Schwimmunterricht, Selbstverteidigungskurse oder Bastelnachmittage ermöglichen es den Kindern, sich integrativ mit anderen Kindern zu treffen und an Selbstvertrauen zu gewinnen.
Das Ziel unseres Projektes ist es, die Kinder in der deutschen Gesellschaft zu integrieren, die Mütter durch ihre Kinder ebenfalls an der deutschen Gesellschaft partizipieren zu lassen und Mütter in Erziehungsfragen zu unterstützen.

Das steckt dahinter
Kinder, die in einem Umfeld aufwachsen, das geprägt ist von Gewalt, Ausbeutung und Unsicherheit, sind oft traumatisiert, haben Verhaltensauffälligkeiten oder sind in ihrer Entwicklung verzögert. Bei einer psychischen Belastung der Mütter aufgrund von Gewalterfahrungen, hat dies auch einen direkten Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Als Kinder von Migrantinnen werden sie zudem häufig bei Themen des alltäglichen Lebens übergangen oder benachteiligt.

Zahlen und Fakten
SOLWODI betreut derzeit ca. 300 Kinder und damit indirekt 250 Mütter.

„Je früher und besser Integration gelingt, umso eher kann Selbstständigkeit ermöglicht werden."  - SOLWODI

Weitere Informationen unter: www.solwodi.de

Kontaktperson bei Childhood:
Andrea Möhringer
andrea.moehringer@childhood.org
Tel.: +49 176 97314576